winterdog

Umzug in den Norden

Nordlicht Kiruna

Die Fahrt

Nachdem ich die XXXL Hundebox in meinen Honda Jazz geladen und noch ein paar kleine Taschen und Gegenstände drumherum herum arrangiert hatte, wobei die Priorität auf praktischen Dingen wie einem Raclette Gerät, einer Yoga Matte und Weihnachtsdeko lag, startete ich die Fahrt Richtung Norden am Abend des 22. Oktobers. Zunächst ging es nach Travemünde und von dort aus an Bord der Finnlines Fähre über Nacht nach Malmö. Die Einreise mit Hund war völlig unkompliziert, es wurde nicht einmal nach seinem Ausweis gefragt. Nun waren Yukon und ich also in Schweden. Allerdings immer noch rund 1900 km von unserem Ziel entfernt. Nachdem wir uns etwas die Beine vertreten hatten, machten wir  uns auf den Weg. Ich war mit zwei Hörspielen ausgerüstet und genoss die Fahrt bei trockenen Straßen und einem Sonnen-Wolken Mix. Am Abend erreichten wir unsere Unterkunft, ein kleines, leider ziemlich schäbiges Hostel/Motel kurz hinter Stockholm. Die Tatsache, dass es dort sehr ungemütlich war, half mir, am nächsten Morgen um 6 Uhr aufzustehen. Nach einem ausgiebigen Spaziergang machten wir uns also zeitig wieder auf den Weg. Nördlich von Schwedens Hauptstadt wurden die Straßen immer leerer. So kamen wir gut voran und erreichten gegen 16:30 Uhr Avaträsk. Dort war ich mit Ines verabredet, die hier mit ihren Canadian Eskimo Dogs lebt. Es war ein sehr nettes und interessantes Treffen und dort war es wesentlich gemütlicher als im schäbigen Hostel. Dennoch schaffte ich es, am nächsten Morgen um 6 Uhr weiter zu fahren. Das war auch gut so, denn für die letzte Etappe brauchte ich rund 12 Stunden. Rund um Jokkmokk hatte es schon recht gut Schnee auf den Straßen und so ging es auf wunderschöner Strecke nur langsam voran. Am Abend erreichte ich dann endlich Kiruna, müde aber glücklich.

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Das neue Zuhause

Kiruna ist die nördlichste Stadt Schwedens und liegt auf 67° 51′ nördlicher Breite. Sie zählt mit seinen rund 18.000 Einwohnern zu den größten Städten in Nordschweden. Die Stadt ist keine Schönheit, das Stadtbild wird klar von der großen Eisenerzmine und der dazugehörigen Industrie dominiert. Dadurch ergibt sich aber auch der Vorteil einer gut ausgebauten Infrastruktur. Es gibt einen Flughafen mit 3 Linienflügen pro Tag, einen Bahnhof, diverse Supermärkte, Kino, Schwimmbad, Kletterhalle. Und sobald man ein paar Kilometer aus der Stadt heraus fährt, ist man von Natur und Ruhe umgeben. Die Landschaft und das Klima bieten optimale Bedingungen für den Wintertourismus und viele Unternehmen haben sich rund um die Stadt herum angesiedelt. Zum Abisko Nationalpark sind es nur 1,5 Stunden Autofahrt.

Wir wohnen in einem gemütlichen Holzhaus am Stadtrand, am Fuße des Hausbergs Luossavaara. Die Nordlichter vor der Haustür zu haben, ist schon toll. Man braucht nur den Kopf zur Tür heraus strecken und in den Himmel schauen. Wenn es sich lohnt, schnappt man sich die Kamera und setzt sich ins Auto um ein Stück aus der Stadt heraus zu fahren, wo es keine störenden Lichter gibt.

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Weihnachten in der Polarnacht

Ich kann mich nicht daran erinnern, wann wir in Norddeutschland zum letzten Mal weiße Weihnachten feiern konnten. Umso mehr genieße ich dieses Jahr die weiße Pracht. Auch die etwas melancholische Stimmung der Polarnacht, die mittlerweile Einzug gehalten hat, passt eigentlich ganz gut zu Weihnachten. Alle Fenster in den Häusern der Stadt sind beleuchtet, man kuschelt sich zuhause ein, macht es sich gemütlich und rückt ein wenig enger zusammen. Wir haben Kekse gebacken und einen Weihnachtsbaum im Wohnzimmer geschmückt. Ein Konzert mit schwedischen Weihnachtsliedern in der Kirche hat uns auf die Weihnachtstage eingestimmt. Das schöne Wetter – klarer Himmel, -25 Grad und Vollmond – haben wir für ein Picknickt mit Lagerfeuer genutzt. So lässt es sich leben 🙂

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